Die Kompetenzfelder des Soft Skill Würfels

Der Soft Skill Würfel wurde von André Moritz entwickelt und ist ein Ansatz, um die Soft Skills im Kompetenzfeldern anzuordnen. Der Würfel erlaubt es, einzelne Skills zu Gruppen zusammenzufügen. Auf dem sechsseitigen Würfel sind insgesamt 26 Kompetenzfelder angebracht. Jede Würfelsseite repräsentiert dabei eine Gruppe von Fähigkeiten, die in Relation zueinander stehen.

Kompetenzen als Puzzleteile

Kompetenzgruppen im Würfel von André Moritz

Zu den sechs Kompetenzgruppen auf den Würfeloberflächen gehört die Kommunikative Kompetenz. Diese Gruppe beinhaltet alle Fähigkeiten, die zu einer effektiven Kommunikation gehören. Es müssen grundsätzliche Kommunikationskonzepte bekannt sein und ebenfalls müssen die entsprechenden Techniken beherrscht werden. Desweiteren muss jedoch auch der Wille zu einer erfolgreichen Kommunikation bestehen. Zu den weiteren wichtigen Kompetenzen in dieser Gruppe gehören auch Empathie, Rhetorische Kompetenz, Schlagfertigkeit und Networking Kompetenz. Bei einigen Kompetenzen, die in dieser Gruppe zu finden sind, kommt es zu Überschneidungen mit anderen Gruppen. Das ist beispielsweise der Fall bei der Überzeugungsfähigkeit, die auch zur Gruppe der Führungskompetenz gehört.

Bei der sozialen Kompetenz handelt es sich um die Fähigkeit, einen fairen und ausgeglichenen Umgang mit den Mitmenschen zu entwickeln. Wichtig sind dabei Aspekte wie Teamfähigkeit, die eine Zusammenarbeit mit anderen ermöglicht und die Menschenkenntnis, die es erlaubt auf die Mitmenschen und ihre Bedürfnisse einzugehen. In diesem Sinnen spielt natürlich auch die Empathie eine große Rolle. Eine Grundlage für gute Sozialkompetenzen ist ein ausgewogener Umgang mit den eigenen Gefühlen, um diese auf positiver Weise im Umgang mit anderen einzuflechten.

In der Gruppe der Personalen Kompetenzen finden sich hauptsächliche solche Soft Skills, die sich auf rings um die eigene Persönlichkeit angeordnet sind. So ist es nicht verwunderlich, dass das Selbstbewusstsein im Mittelpunkt der Personalen Kompetenzen steht. Diese Kompetenz beinhaltet neben dem Selbstbewusstsein auch die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis. Nicht zuletzt ist auch die konstruktive Lebenseinstellung zentraler Teil der Personalen Kompetenzen. Gleichzeitig gehört diese Fähigkeit jedoch auch zu den Mentalen Kompetenzen. Auch die Schlagfähigkeit gehört zu den Personalen Kompetenzen. Sie ist ein Instrument, das die Person einsetzt, um die persönliche Unabhängigkeit zu garantieren.

Gartenarbeit als Beispiel der UmsetzungskompetenzEin interessanter Bereich befasst sich mit der Umsetzungskompetenz. Dabei handelt es sich um die Fähigkeit, erlernte Elemente in die Praxis umzusetzen. Das kann man zum Beispiel an der Anwendung von Geräten verdeutlichen. Eine Person liest die Bedienungsanleitung für einen Hochentaster und kann das erlangte Wissen dazu direkt anwenden, indem erfolgreich mit dem Gerät im Garten umgegangen wird. Dies wäre dann den Umsetzungskompetenzen zuzuschreiben. Initiative und Ausdauer gehören dabei ebenso zu wichtigen Kompetenzen wie die Kreativität.

Auf der Würfelseite der Führungskompetenzen findet man zahlreiche Eigenschaften, die eine Person benötigt, um andere anzuleiten. Daher sind neun Soft Skills auch besonders für leitende Angestellte wichtig und sollten zu den Kriterien gehören, die beim Einstellungsgespräch berücksichtigt werden. Dazu gehören Delegationskompetenz, Zeitmanagement genauso, wie Entscheidungsstärke und systemisches Denken. Die Delegationskompetenz nimmt eine entscheidende Rolle ein, da sie die grundsätzlichste Fähigkeit darstellt, die zu Führen von Anderen benötig wird. So ist die Arbeite eines Managers beispielsweise nicht durchführbar, wenn er keine Delegationsfähigkeiten hat.

Die letzte der Würfelseiten befasst sich mit den mentalen Kompetenzen. Dabei handelt es sich um psychologische Eigenschaften sowie generelle Einstellungen und Gedankensysteme. In den Mittelpunkt dieser Fähigkeiten wird dabei die Stressbewältigung gestellt. Sie dient als Grundlage, um auch unter Belastung positiv reagieren zu können und kann daher als Grundlage für eine erfolgreiche Lebensführung angesehen werden. Zu den weiteren Soft Skills in dieser Gruppe gehören darüber hinaus die nonverbale Sensibilität sowie Menschenkenntnis.

Was spricht für Fluchen?

Vielen Menschen hilft es oft, wenn sie richtig Dampf ablassen können, um sich abzureagieren. Für den Körper kann es dabei sehr hilfreich sein, wenn der Mensch flucht. Fluchen ist generell beliebt und jeder sollte dies auch mehrmals pro Tag machen. Den fluchenden Menschen wird nachgesagt, dass sie intelligenter sind. Zudem sind sie erwiesenermaßen ehrlicher.

Fluchende FrauHinzu kommt noch ein weiteres positives Merkmal und so soll Fluchen die Menschen stärker machen. Zu beachten ist jedoch natürlich, dass dies auch nur in einem gewissen Rahmen gilt. Bereits vor wenigen Jahren konnte bei Untersuchungen jedoch nachgewiesen werden, dass es eine körperliche Reaktion durch Fluchen gibt.

Getestet wurden dabei zwei Gruppen an Probanden. Die Hände wurden unter eiskaltes Wasser gehalten und während ein Teil fluchen durfte, mussten die anderen ruhig ausharren. Wer bei dem Test fluchte, hatte länger durchgehalten.

Durch das Fluchen wird im Körper eine Reaktion ausgelöst, wodurch Schmerz erträglicher wird. Auch in dem Alltag der Menschen kann diese Reaktion durchaus bemerkbar werden. Wer sich beispielsweise an einem Stuhl sein Bein stößt, der wird häufig Schimpfwörter ausrufen. Das Fluchen trägt auch dann dazu bei, dass der Schmerz etwas leichter wahrgenommen wird.

Fluchen kann helfen

Bei einem weiteren Versuch sollten Probanden auf einem Ergometer trainieren und dabei möglichst kräftig treten. Bei dem Ergometer-Test konnten 5 Prozent mehr Leistung gemessen werden. Bei einem weiteren Test wurde der isometrische Handdruck gemessen und hier sollte ebenfalls möglichst kräftig zugedrückt werden. Während der Aufgabe sollte ein Teil fluchen und die anderen Probanden sollten neutrale Wörter nutzen.

Schreiender MannDie fluchenden Probanden konnten auch beim Handdruck bis zu 2 Kilogramm mehr Kraft erzeugen. Bei der Herzfrequenz konnte überraschenderweise kein Unterschied festgestellt werden. Vermutet wird, dass das sympathische Nervensystem durch das Fluchen aktiviert wird und dies ist der Sympathikus. Der Körper hat damit den Zustand von der stärkenden Fluchtbereitschaft und Aufmerksamkeit und dies wird auch gerne als Fight-or-flight-Reaktion benannt.

Demnach ist das Fluchen eine Stressreaktion, womit sich die Menschen an die Gefahrensituationen anpassen. Genauer zu erforschen ist nun noch, warum das Fluchen auf Schmerztoleranz und Kraft einen Effekt hat.

Die verschiedenen Gründe für das Fluchen

Den Menschen wird im Kindesalter mitgeteilt, dass keine Kraftwörter genutzt werden sollen. Durch Schimpfwörter können andere schließlich verletzt oder beleidigt werden. Außerdem werden Menschen so daran gehindert, dass sachlich argumentiert wird. Die Emotionen können oft überhandnehmen und die eigentlichen Probleme geraten damit in den Hintergrund. Zumindest klingt so die in der Gesellschaft etablierte Meinung.

Die Menschen kommen oft einfach an einen Punkt, an dem die Kontrolle verloren wird. Menschen haben dann das Gefühl, dass Emotionen einfach ihren freien Lauf nehmen sollen. Der laute Schrei kann dann auch eine Erleichterung bringen. Natürlich muss dieser Schrei nicht direkt gegen eine Person gerichtet sein. Oft haben Menschen den Drang, aufgestaute Kräfte an Menschen oder Sachen auszulassen.

Bevor Situationen eskalieren, kann der Drang besser an abgeschiedenen Orten entledigt werden. In Maßen kann das Fluchen für die Menschen in jedem Fall auch Vorteile bringen. Stress wird abgebaut und Dampf wird abgelassen. Können Kraftwörter der eigenen Meinung Ausdruck verleihen, sollen Motivation und Solidarität gesteigert werden. Das Schmerzempfinden kann reduziert werden, weil durch Fluchen Endorphine, Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet werden.

Wie Fußball das Sozialverhalten beeinflusst

Fußball ist eine der beliebtesten Sportarten der Welt. In Hinterhöfen und auf Wiesen wird dem runden Leder nachgejagt, wobei Sie dies nicht alleine tun müssen. Gemeinsam mit einer Mannschaft treten Sie gegen andere Menschen an und versuchen das Spiel für sich zu entscheiden. Aus diesem Grund wird Fußball auch als Mannschaftssport bezeichnet. Was viele nicht wissen ist, dass Fußball auch das Sozialverhalten beeinflusst, fördert und verändert. Vor allem das konkrete Verhalten im Team wird selbstverständlich gesteigert.

Fußball und Sozialverhalten

Sozialverhalten beim Fußball lernen

Kinder und Jugendliche wollen Fußball spielen, weshalb diese einem Team beitreten. Doch die meisten Kinder und Eltern unterschätzen, was es eigentlich bedeutet in einem Team zu spielen. Aus diesem Grund ist ein vorheriges Gespräch der richtige Ansatz. Durch dieses kann dem Neuzugang klar gemacht werden, dass es nicht nur darum geht das Runde ins Eckige zu schießen, sondern es muss eine Teamfähigkeit und korrektes Sozialverhalten vorliegen. Nur so kann ein harmonisches und respektvolles Spiel an den Tag gelegt werden, woran die ganze Mannschaft Spaß haben wird. Sollte dies missachtet werden, wirkt sich das auf das gesamte Teamklima aus, was wiederum zum Verlieren führt. Ein solches Gespräch, ob mit der Gruppe oder einer Einzelperson, sollte immer wieder erneuert werden, denn nur so können Sie den Kindern klar machen, dass Fußball ein Mannschaftssport ist und jeder mit den anderen zusammenarbeiten muss.

Alle ziehen an einem Strang

Junger FußballspielerDas Mannschaftsklima ist essenziell und entscheidet darüber, ob ein sportlicher Erfolg auf Dauer gesichert ist. Stellen Sie sich vor, ein Spieler will sich in den Vordergrund drängen, hat ständig den Ball und verpasst dadurch wichtige Chancen auf ein Tor, da er jenen nicht abgeben will. Das ist nicht nur schlecht für den sportlichen Erfolg, sondern auch den Spaß der anderen Mitspieler. Wer hat Lust in einer Fußballmannschaft zu sein, wenn man niemals den Ball bekommt? Weiterhin wichtig zu erwähnen ist, dass ein gutes Sozialverhalten sich nicht nur auf das Team und den Trainer stützt, sondern das gesamte Umfeld muss an einem Strang ziehen. Dazu gehören Vereine, Betreuer, Eltern, Geschwister, Freunde oder Verwandte. Diese können in verschiedene Aktivitäten eingebunden werden, sodass der Teamgeist steigt.

Verhaltensnormen gehen in den Alltag über

Verhaltensregeln spielen eine wichtige Rolle bei einem gemeinschaftlichen Sport wie Fußball. Gerade Jugendliche sind meist etwas störrischer, weshalb ein Mannschaftssport die perfekte Lösung sein kann. Bei anderen Sportarten, vor allem den amerikanischen Outdoor-Aktivitäten, liegt der Nachteil vor, dass sich Jugendliche nicht in eine soziale Gemeinschaft integrieren müssen. Das ist nicht nur nachteilig fürs Spiel, sondern auch das spätere Leben. Immerhin kann das soziale Umfeld beim Fußball den späteren Umgang mit Menschen und Situationen nachhaltig beeinflussen. Deswegen sollen Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit positiv dargestellt werden, sodass diese auch im Alltag umgesetzt werden. Somit gewöhnen sich Kinder schon frühzeitig an bestimmte Verhaltensregeln, welche Ihnen im späteren Leben weiterhelfen werden. Wichtig ist, dass diese Eigenschaften für die Kinder zur Normalität und nicht Zwangsanweisung werden.

Welches Sozialverhalten soll vermittelt werden?

  • Pünktlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Freundlichkeit und Teamfähigkeit
  • Umweltbewusstsein und Sauberkeit
  • Kritikfähigkeit und Diskussionen
  • Hilfsbereitschaft
  • Fairness
  • Ehrlichkeit

Das Fazit

Fußballspielen macht großen Spaß und kann Jung und Alt begeistern. Neben dem sportlichen Aspekt werden aber gerade die sozialen Leistungen gefördert und geschult. Schon jungen Kindern wird beigebracht, worauf es im späteren Leben ankommt und wie mit anderen Menschen umzugehen ist. Je länger der Aufenthalt im Sportverein andauert, desto schneller gehen diese sozialen Strukturen in Fleisch und Blut über, sodass sie für die Kinder ganz selbstverständlich sind.

Wie beeinflussen soziale Netzwerke unser (soziales) Leben?

Das Internet ist heutzutage nicht mehr wegzudenken und beeinflusst immer mehr unser tagtägliches Leben. Leider ist es so, dass manche Menschen mehr in der virtuellen Welt zu Hause sind als im wirklichen Leben. Auch bei uns in Deutschland sind die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube oder Google+ sehr beliebt. Alleine durch die ungefähr 26 Millionen Nutzer von Facebook werden täglich viele Millionen Bilder, Videos und Informationen ins Netz gestellt und mit den Freunden geteilt.

Die Stellung der sozialen Nezwerke

Soziale Netzwerke auf HandyIn einer Studie von BITKOM und KPMG gaben 55 % der Deutschen an, sich ein Leben ohne das Internet nicht vorstellen zu können. Ob zur Kontaktpflege, der Partner- oder Jobsuche, es geht fast nur noch online. Dabei werden auch die sozialen Netzwerke immer wichtiger, dabei werden wir aber auch beeinflusst, das geht von der Meinungsbildung bis ins Privat- oder Berufsleben.
In einer Umfrage der Marketing-Gruppe Browser Media gaben 8 % an, lieber auf Sex als auf das Internet verzichten zu können und 10 % würden lieber weniger schlafen als nicht online zu sein. Dabei sind laut dieser Umfrage die Frauen am schlimmsten, sie sind fast 963 Tage in sozialen Netzwerken, während es bei den Männern „nur“ rund 723 Tage sind.
Neben der Nutzungsdauer haben sich auch die Prioritäten verschoben, durch die sozialen Netzwerke verlassen sich viele Menschen nicht mehr auf Experten, sondern legen mehr Wert auf die Meinung ihrer Bekannten oder Freunde.

Der Einfluss der die sozialen Netzwerke

Mädchen am SmartphoneFrüher buchten Sie Ihren Urlaub im Reisebüro und mussten sich auf die Bilder in den Katalogen verlassen. Heute gibt es Seiten wie TripAdvisor oder Yelp, in denen Urlauber eigene Bilder ins Netz stellen und Hotels und andere Unterkünfte bewerten. Das kann eine echte Hilfe bei der Urlaubsplanung sein. Allerdings sollten Sie sich nicht allzu sehr darauf verlassen, auch manche Reiseveranstalter oder Hotels haben diese Seiten für sich entdeckt und lassen Bewertungen schreiben, in denen sie besser dastehen, als sie vielleicht sind.

Für alle Fragen gibt es soziale Netzwerke, egal ob Sie ein Kochrezept suchen oder einen Haushaltstipp benötigen. Einerseits ist es recht praktisch, sie brauchen keine Kochbücher oder Ratgeber mehr wälzen, sondern finden meistens recht schnell das Gewünschte. Allerdings sollten Sie überlegen, wo Sie Ihre Frage stellen. Auch wenn es heißt :“Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten:“ – manchmal bekommen Sie doch eine dumme Antwort.
Wenn Sie irgendwo rechtlichen Rat suchen, kommen die Antworten meistens von ganz „normalen“ Menschen, ein Anwalt wird sich nicht in sozialen Netzwerken tummeln.

Wie schädlich sind soziale Netzwerke?

Mit Facebook & Co. können Sie Kontakt mit Freunden aus der Kindheit oder der Ausbildung halten, wenn es Sie sich weit weg von der Heimat befinden. Aber wenn das Freundesammeln zum Wettbewerb wird, sollten Sie sich ernsthaft fragen, warum Sie hunderte Freunde brauchen und welche davon in einer Notlage tatsächlich für Sie da wären. Wenn Sie kaum noch Kontakt zur Realität haben, kann es kritisch werden. Auch was gepostet wird, sollten Sie sich genau überlegen, manche Schnappschüsse bereuen Sie vielleicht irgendwann, aber was einmal im Internet ist, kann kaum entfernt werden.
Wer vor einem Einkauf seine Freunde fragen muss, hat bald keine eigene Meinung mehr. Gefährlich kann es werden, wenn sich bei gesundheitlichen Problemen nur auf das Internet verlassen wird.
Also schalten Sie öfters einmal das Internet aus, treffen Sie sich mit echten Menschen und reden vor allem mit diesen.

Soziales Verhalten in der Schule

Das Sozialverhalten der Kinder in der Schule gibt immer wieder Anlass zur Besorgnis bei den Eltern. Während sich einige Kinder wunderbar in die Gruppe Gleichaltriger eingliedern können, haben andere ein auffälliges Sozialverhalten, das oft auch Aggressivität einschließt. Als Eltern haben Sie bestimmt auch schon einmal Erfahrungen mit solchen Fällen gemacht, sei es bei den eigenen Kindern oder bei deren Schulgenossen. Die Kinder lehnen jede Autorität ab, respektieren keine Regeln und zeichnen sich generell durch ein aggressives Verhalten gegenüber ihren Mitschülern und Lehrern aus.

Kinder Sozialverhalten

Viele Eltern reagieren verkehrt

Eltern wollen oft nicht wahrhaben, dass ein gestörtes Sozialverhalten in der Schule auf ein Problem hindeutet. Sie interpretieren den Widerstand gegen Autorität als Rebellion, halten das sich Auflehnen gegen Regeln für ein Zeichen von höchster Kreativität und glauben, dass hochbegabte Kinder sich im Unterricht langweilen und deshalb ein auffälliges Verhalten an den Tag legen. Jedoch gibt es keinerlei wissenschaftliche Beweise für eine solche Denkweise.

Jugendliche Schule SozialverhaltenIn der Tat werden durch wissenschaftliche Untersuchungen alle diese tröstenden Theorien widerlegt. Gemäß Gerald Patterson geht das Auflehnen gegen die Autorität meist Hand in Hand mit Inkompetenz, so dass die Kinder nicht als junge Rebellen gesehen werden können. Auch die Hoffnung, dass Kinder mit gestörtem Sozialverhalten lediglich ihre Kreativität unter Beweis stellen ist schnell hinfällig. Betrachtet man die Entstehungsgeschichte kreativer Meisterwerke in der Kunst, so stellt man schnell fest, dass Kreativität von Disziplin, Bereitschaft zur Anstrengung und von Durchhaltevermögen begleitet wird.

Auch für eine besondere Intelligenz konnte bei Kinder mit sozialen Verhaltensproblemen keine Hinweise gefunden werden. Im Gegenteil: Eine Untersuchung, die von Maguin und Loeber durchgeführt wurde, ergab, das soziale Auffälligkeit oft mit einer niedrigeren Intelligenz einhergeht. Ebenfalls existiert eine Studie aus dem Jahr 1998, die erweist, dass bei besonders begabten Kindern weniger Fälle mit gestörtem Sozialverhalten gefunden werden.

Es besteht Grund zu der Annahme, dass die Lernfähigkeit eines Kindes kaum etwas mit dem Sozialverhalten zu tun hat. Vielmehr geht man heute davon aus, dass Kinder, die schon bei der Einschulung eine gute Kenntnis von Zahlen und einfachen mathematischen Zusammenhängen sowie einige Lesekenntnisse haben, im Unterricht leichter mitkommen. Diese Erkenntnis wurde in einer Studie mit 36.000 Grundschülern erzielt. Die Kenntnisse in Mathematik und Lesen wirkten sich bei allen Kindern positiv aus, unabhängig von ihrem Sozialverhalten.

So können Sie als Eltern Ihren Kindern helfen

Jugendliche vor ComputerEltern können einen wesentlichen Einfluss auf das Sozialverhalten ihrer Kinder nehmen. Grundbedingung dazu ist jedoch, dass unsoziales Verhalten als solches erkannt wird. Es hilft nicht, eine Sachlage zu beschönigen. Damit ist dem Kind nicht gedient. Zunächst einmal gilt es zu bedenken, dass die Eltern stets Rollenmodell für die Kinder sind. Eltern, die selbst mit Aggressivität und ähnlichem sozialgestörten verhalten zu kämpfen haben, übertragen diese Verhaltensweise auch häufig auf die Kinder.

Zu Hause kann man viel tun, um den Kindern zu einem normalen Sozialverhalten zu verhelfen. Dabei sollten Sie stets als Beispiel vorangehen und mit den Kindern Gefühle und Probleme offen diskutieren. Andere Denkweisen sollten anerkannt werden und wenn Konflikte auftauchen, können Lösungen gemeinsam gefunden werden. Weiterhin ist es wichtig, dass die Kinder schon in jungen Jahren Kontakt zu Gleichaltrigen haben. Darum sollten PC, Spielekonsole und Chat auch nur einen kleinen Teil im Alltag Ihres Kindes einnehmen, sodass Sozialverhalten im Umgang mit anderen erlernt werden kann.

Einsamkeit überwinden

Die Einsamkeit kann viele Gesichter haben und so fühlen sich viele nicht zugehörig, ungeliebt, verlassen und ausgeschlossen. In der Regel wird die Einsamkeit von seelischen und körperlichen Beschwerden begleitet. Die Frage ist natürlich, wie die innere Leere gefüllt werden und wie man die Einsamkeit letztlich überwinden kann.

Was ist Einsamkeit?

Einsamkeit DarstellungDie Einsamkeit kann einen Menschen lehren, dass es etwas Schönes sein kann, wenn man mit anderen Menschen zusammen ist. Der Einsamkeit können schließlich nicht alle Menschen etwas abgewinnen und so wird Alleinsein und Einsamkeit als belastend und schmerzhaft empfunden. Einsamkeit fühlt sich an, als würde man in dunklen Räumen alleine sitzen oder aber sie zerfrisst einen von innen. Die Menschen sehnen sich sehr oft nach Geborgenheit und nach Liebe. Sehr schwierig ist es für schüchterne Menschen, mit anderen Menschen umzugehen. Viele Menschen sind ängstlich und sehr unsicher. Sehr oft ist es Menschen auch bekannt, dass Freunde und Bekannte vergeben sind, während man selbst nur alleine ist. Die Menschen stellen sich dann die Frage, warum sie alleine sind und warum alle anderen jemanden haben. Wer einsam ist, für den macht das Leben oft keinen richtigen Sinn. Genau wie eine körperliche Erkrankung kann die Isolation und Einsamkeit schmerzhaft sein. Alleinsein wird sehr oft mit Einsamkeit verwechselt. Nicht jeder fühlt sich einsam, nur weil er keinen Partner hat und so bedeutet das Alleinsein auch nicht immer, einsam zu sein. Auch die Menschen fühlen sich einsam, welche einen Beruf haben, verheiratet sind, Kinder haben oder einfach jung sind. Einige Menschen haben vor Vereinsamung und Einsamkeit Angst und andere suchen Zurückgezogenheit und Einsamkeit bewusst. Wer sich jedoch ausgeliefert fühlt, der kann körperlich krank werden. Die Einsamkeit kann allerdings auch die Persönlichkeit stärken, wenn diese bewusst aufgesucht wird.

Viele können die Einsamkeit überwinden

Einsamkeit überwindenIn der heutigen Zeit gibt es sehr viele moderne Kommunikationsmittel und damit kann leichter und schneller Kontakt aufgenommen werden. Per SMS oder E-Mail können Nachrichten rasch versendet werden, andere werden mit dem Handy immer erreicht und man selbst ist jederzeit erreichbar. Zu jeder Nacht- und Tageszeit kann man sich mit anderen in sozialen Netzwerken austauschen. Wichtig ist, dass man sich selbst annimmt und glaubt, dass den anderen Menschen etwas gegeben werden kann. Jeder muss damit umgehen können, dass andere Menschen eigene Schwächen erkennen und dass man von anderen auch abgelehnt wird. Genauso ist wichtig, dass die anderen Menschen mit ihren Schwächen erkannt werden. Ob sich Menschen einsam fühlen hängt meist nicht davon ab, ob man alleine ist, sondern von der Einstellung zu dem Leben und zu sich selbst. Manche Veränderungen bei den Lebensumständen können auch die Entstehung der Einsamkeitsgefühle begünstigen. Beispiele sind, wenn die Kinder das Haus verlassen, wenn sich die Partner trennen, wenn man pensioniert wird, körperliche Beschwerden bekommt oder man eine chronische Erkrankung bekommt. Im Leben der Menschen gibt es immer wieder Momente, wo man sich alleine fühlt. Oft fühlt man sich isoliert von weiteren Menschen, man fühlt sich hilflos und ungeliebt. Jeder kann etwas unternehmen, damit keine chronische Einsamkeit aus der gelegentlichen Einsamkeit wird. Jeder kann sich selbst wie einen guten Freund und liebevoll behandeln. Jedem sollte es wert sein, sich selbst etwas Gutes zu tun. Genauso kann anderen etwas Gutes getan werden, denn jeder kann schließlich lächeln und ein offenes Ohr haben. Jeder tut etwas Gutes, wenn er anderen etwas schenkt. Jeder hat das Gefühl, dass er dann gebraucht wird und man fühlt sich lebendig. Jeder kann sein Haus verlassen und mit Händlern, Verkäufern oder Nachbarn über Alltägliches reden.

Frühkindliche Bildung und Erziehung

Die Bildung eines Kindes fängt im klassischen Sinne mit der Einschulung, in einem Alter von etwa 6 Jahren, an. Die frühkindliche Bildung und auch die frühkindliche Erziehung werden dementsprechend in dem Zeitraum zwischen der Geburt und der Einschulung angesiedelt. Dabei handelt es sich im Allgemeinen um jegliche Maßnahmen, die das Kind in seiner Entwicklung fördern und insbesondere auf den Beginn der Bildung im schulischen Sinne vorbereiten.

Kinder im Anzug

Wie werden frühkindliche Bildung und Erziehung umgesetzt?

Die frühkindliche Bildung und Erziehung ist stark von dem Kulturkreis, bzw. Staat abhängig, in dem das Kind aufwächst. In Deutschland wird die Definition anhand der unterschiedlichen vorschulischen Einrichtungen ausgelegt, von denen der Kindergarten allgemein bekannt ist. Doch auch die Kinderkrippe, sowie unterschiedliche Angebote von Sportvereinen, Musikschulen, Erziehung und Förderung durch speziell ausgebildete Tagesbetreuungspersonen werden dazu gezählt. In der Praxis unterscheiden sich die einzelnen Angebote und Förderungsmaßnahmen erheblich voneinander. Während man bei Kindersportvereinen – dabei kann es sich bereits um Schwimmkurse für Neugeborene handeln – und musikalischen Förderangeboten vor allem auf eine physisch und psychisch gesunde und ausgewogene Entwicklung abzielt, geht es bei Kindergärten und Kinderkrippen um das Erlernen von Sozialkompetenz.

Frükindliche Bildung und ErziehungAlle Teilbereiche der frühkindlichen Bildung und Erziehung in Kombination miteinander sollen die Entwicklung des Kindes fördern. Das Ziel davon ist, dass das Kind auf die darauf folgende schulische Laufbahn besser vorbereitet ist und diese problemlos beginnen kann. Dabei wird teilweise bereits begonnen schulisches Wissen, wie Schreiben, Lesen und Rechnen zu vermitteln, damit das Kind einen erfolgreicheren Schulstart hat. Ein anderer Teil liegt auf der Förderung der Eigenständigkeit. Auch wenn im schulischen Umfeld Sozialkompetenzen von größter Bedeutung sind und auch später, selbst im Berufsleben, eine Grundvoraussetzung darstellen, so ist insbesondere die Erarbeitung von Wissen bzw. das Lernen eine Aufgabe, die in Einzelarbeit vollbracht werden muss. Deshalb ist die Förderung von eigenständigem Denken und Handeln von so großer Bedeutung.

Da die unterschiedlichen Maßnahmen auf verschiedene Grundfertigkeiten eines Kindes abzielen, müssen sie auch an den Entwicklungsstand, insbesondere das Alter des Kindes, individuell angepasst werden.

Fazit

Wie gezeigt wurde, sind die Kompetenzen, welche bei der frühkindlichen Bildung und Erziehung vermittelt werden, sehr vielfältig gestaltet. Ein zentraler Aspekt, besonders in Hinblick auf die PISA-Studie ist, dass die unterschiedlichen Maßnahmen in Deutschland von größter Bedeutung sind, um einen besseren Schulstart zu gewährleisten.

Das Studium der Sozialpädagogik

Was versteht man unter Sozialpädagogik?

Sozialpädagogik BeratungssitzungSozialpädagogik ist ein vielseitiger Wissenszweig, der die Bildung, Erziehung und sozialstaatliche Intervention kombiniert. Sie verbindet dabei das Wissen der Pädagogik mit den Kenntnissen der Sozialarbeit. Im Mittelpunkt stehen hier junge Menschen, die in ihrer Eigenverantwortung und Selbstständigkeit gestärkt werden sollen. Gesellschaftliche Benachteiligungen sollen so nachhaltig reduziert werden. Ziel ist es eine Integration ins öffentliche Leben zu erreichen. Mit Hilfe von sozialpädagogischer Hilfe sollen junge Menschen lernen, wie sie den unterschiedlichen Lebenslagen souverän begegnen können und das Leben meistern. Dabei greift die moderne Sozialpädagogik auf unterschiedliche Methoden zurück. Sie widmet sich dabei nicht nur jungen Menschen, denn auch Eltern und Familien erfahren Unterstützung. Ein wesentlicher Teil der Sozialpädagogik ist die Einzefallarbeit. Aber auch die Gruppenarbeit und die Gemeinwesenarbeit stellen bewährte Methoden dar. Soziale Probleme werde untersucht und Lösungsansätze erarbeitet.

Sozialpädagogik studieren

Die Grundlage für eine kompetente Sozialpädagogik liegt in der fundierten Ausbildung. Sozialpädagogen müssen viele Herausforderungen meistern. Dazu gehört auch der Spagat zwischen Gesellschaft, Staat und dem Klienten. Einerseits soll dem Klienten bei der Bewältigung des Alltags geholfen werden, andererseits sollen die Sozialpädagogen auch der Gesellschaft dienen. Damit aber nicht genug, denn zudem darf zu keiner Zeit der Standpunkt des Staates außer Acht gelassen werden. Sozialpädagogik kann an Fachhochschulen, Berufsakademien und Hochschulen studiert werden. Auch ein berufsbegleitendes Studium ist möglich. Zu dem sozialpädagogischen Bachelor Studium gehören das Sozialmanagement, die Sozialwissenschaften, die Rechtswissenschaften, Kultur, Politik, Psychologie und Pädagogik.

Bildung in Klassenzimmer

Was wird behandelt?

Die Sozialpädagogik befasst sich insbesondere mit dem Themenbereich Familie. Kenntnisse der Pädagogik und der sozialen Arbeit werden hier miteinander verbunden. Behandelt werden grundlegende Kenntnisse der Sozialpädagogik. Hierzu gehören das Sozialrecht, die Grundlagen der Sozialisation und die Geschichte der Sozialarbeit. Im Laufe des Studiums kann sich auf bestimmte Themengebiete spezialisiert werden, wie zum Beispiel die Pädagogik der frühen Kindheit, oder die Jugendhilfe. Im Studium wird sich mit Handlungskonzepten und Methoden in diesen Bereichen der sozialen Arbeit vertraut gemacht. Dabei werden Konzepte, Theorien und Forschungsansätze behandelt. Außerdem legen die meisten Hochschulen einen großen Wert auf eine Ausbildung die praxisnah orientiert ist. Deshalb werden hier häufig mehrere Praktika in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen verlangt.

Welche Interessen sollte ein Student mitbringen?

Sozialpädagogik studieren

Ein ausgeprägtes Interesse am Umgang mit Menschen und eine innere Festigkeit sind wichtig für das Studium der Sozialpädagogik. Zudem werden bestimmte Persönlichkeitsmerkmale benötigt, um später erfolgreich in den Beruf zu gehen. Sozialpädagogen sollten viel Fingerspitzengefühl besitzen, kreativ und flexibel sein, denn in der Sozialpädagogik läuft nicht immer alles nach Plan. Zudem ist es wichtig stets auf die persönliche Distanz zu achten und keine Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Am wichtigsten ist eine positive Grundhaltung allen Menschen gegenüber, ungeachtet der Kultur und Religion, denn Sozialpädagogen arbeiten immer direkt mit Menschen verschiedenster Probleme und unterschiedlichster Kultur zusammen. Wer großes Interesse an den Menschen und der Arbeit mit ihnen hat, der findet im Studium der Sozialpädagogik seinen Platz.

Welche Berufe/Karrieremöglichkeiten stehen Absolventen offen?

Absolventen der Sozialpädagogik sind häufig in öffentlichen Einrichtungen tätig. Häufig arbeiten sie auch in religiösen Einrichtungen, oder Jugendverbänden. Mögliche Tätigkeitsfelder finden sich in der Verwaltung, in Behinderteneinrichtungen, in sozialen Diensten, der Justiz, der Flüchtlingshilfe sowie der Jugendhilfe. Die Möglichkeiten sind hier sehr vielfältig, wobei die Unterstützung der Familien und junger Menschen im Fokus steht. Eine weitere Möglichkeit, abseits der sozialen Arbeit, besteht darin einen Master anzuschließen und so eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen.

Wie Sozialverhalten die Gesundheit beeinflusst

Was versteht man eigentlich unter einem „Sozialverhalten?“

Seit jeher diskutieren Forscher darüber, inwieweit sich die Bezeichnung „Soziales Zusammenleben“ eigentlich definieren lässt. Schließlich steht der Mensch als Spezies nur ganz oben an der Nahrungskette, weil er stets mit seinen Artgenossen zu kommunizieren wusste. Unter Sozialverhalten allgemein versteht man, der Definition nach, erst einmal die Interaktion mit anderen Menschen. Diese kann von Ihnen verbal, schriftlich, per Mimik oder per Gestik erfolgen. Es gibt diverse Soziale Variablen, die hier beispielsweise eine Rolle spielen: Die Sozialisation, die Bildung von Gruppen oder die Paarungsstrategien seien hier als Beispiel zu nennen. Jedes Individuum verfügt allerdings über einen unterschiedlichen Charakter und somit auch über eine andere Ausprägung des Sozialverhaltens – sicher haben auch Sie bereits damit Erfahrungen gemacht.
Die Leitfrage, die sich im Folgenden gestellt wird: Wie beeinflusst das Sozialverhalten unsere Gesundheit? Welche Faktoren gibt es, wie stark ist der Einfluss? Die Antwort darauf lautet wie folgt:

Das Sozialverhalten und die eigene Gesundheit: Ein Zusammenspiel

Einsamkeit Sozialverhalten und GesundheitDass ein Zusammenspiel zwischen diesen beiden Faktoren existiert, haben Forscher längst an Studien mit Affen nachgewiesen. Unlängst haben Wissenschaftler aus diversen herausfinden können, dass Individuen, welche sozial integriert sind, einerseits länger leben, andererseits aber auch weniger anfällig gegenüber diversen Krankheitserregern sind. Bei Individuen, welche vergleichsweise sozial isoliert sind, wurde das Gegenteil nachgewiesen. Diese Studie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde im Jahre 2014 durchgeführt. Das Ergebnis ist klar: Es gibt defintiv ein Zusammenspiel zwischen Sozialen Variablen und der eigenen Gesundheit. Welche physiologischen und psychischen Mechanismen sich diesbezüglich genau abspielten, so sagte man damals, sei aber bis dato noch unerforscht.
Fest steht auch, dass insbesondere Kinder dazu neigen, bei sozialem Stress körperliche Anfälligkeiten zu entwickeln. Womöglich haben Sie schon einmal in Ihrem Umfeld ein ähnliches Beispiel vernommen: Ein Kind, welches in der Schule gemobbt wird, neigt eher dazu, Magenschmerzen, Essstörungen oder andere Krankheiten zu entwickeln. Ferner wirken Kinder, welche in größeren Gruppen aufgezogen wurden, fitter und weniger krankheitsanfälliger. Da die psychische Gesundheit des Menschen eng mit der physischen verknüpft ist, kann man weiterhin davon ausgehen, dass auch dies im Sozialen Zusammensein eine wichtige Rolle spielt.
Ferner ist davon auszugehen, dass man immer wieder neue DInge dazu lernt, wenn man viel Zeit mit anderen Menschen verbringt. Sei es, eine neue Sportart kennenzulernen oder eine neue Sprache: Man lernt stetig dazu, wenn man sich in vielen verschiedenen sozialen Systemen bewegt. Und Lernen ist ein wichtiges Grundelement des Lebens. Durch den Prozess des Lernens bilden sich, egal, in welchem Alter man ist, Synapsen aus, das Gehirn wächst im wahrsten Sinn des Wortes. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die allgemeine gesundheitliche Verfassung aus.
Ebenso ist davon auszugehen, dass die soziale Rolle, die man beispielsweise im Beruf annimmt, auch eine Rolle spielt. Fühlt man sich etwa im Beruf Tag für Tag mental unterdrückt, so ist das Risiko höher, chronische Krankheiten zu entwickeln. Dies kann ebenfalls mit zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt werden.

Fazit

Was man vorab schon geahnt hat, hat sich bestätigt: Viele Studienergebnisse deuten darauf hin, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen einem kontaktfreudigen, „positiven“ Sozialverhalten und einem isolierten, „negativen“ Sozialverhalten gibt. Jedoch sind viele Forschungsansätze bislang noch unerklärt, welche psychologischen, evolutionären oder soziologischen Details hier eine Rolle spielen, ist nicht unbedingt geklärt und wird weiterhin erforscht.

Soziale Kompetenz im Beruf

Soziale Kompetenzen im BerufBeruflicher Erfolg setzt sich aus vielen Komponenten zusammen. Egal, ob Sie Berufsanfänger sind oder nach mehreren Jahren Tätigkeit einen Wechsel anstreben, zählt auf jeden Fall die fachliche Kompetenz zu den wichtigsten Faktoren. In zunehmendem Maße sind jedoch auch soziale Kompetenzen in vielen Positionen notwendig. Projektarbeit, bei der in einem festgesetzten zeitlichen Rahmen im Team Aufgaben gelöst werden müssen, setzt bei den Mitarbeitern Eigenschaften voraus, die für die erfolgreiche Zusammenarbeit wichtig sind. Auch Führungsaufgaben jeglicher Art setzen diese überfachlichen Qualifikationen voraus. Dies gilt auch dann, wenn Sie im direkten Kundenkontakt arbeiten. Dort ist neben der fachlichen Beratung auch der persönliche Umgang oft der entscheidende Faktor.

Anforderungen jenseits des Fachwissens

Teamgeist im BerufUnabhängig von Branchen oder Positionen gibt es einen allgemein verbindlichen Kanon von persönlichen Eigenschaften, die für eine hohe soziale Kompetenz sprechen. Die fünf wichtigsten sind Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit, Konfliktmanagement und Einfühlungsvermögen.
Unabhängig davon, ob Sie im Team arbeiten oder eine Führungsposition besetzen, ist Kommunikationsfähigkeit sicher eine der wichtigsten Eigenschaften. Einseitiges monologisieren und Befehle zu erteilen zeugt nicht nur von schlechtem Führungsstil sondern ist auf lange Sicht auch nicht erfolgsversprechend. Ihre Mitarbeiter können mit gutem Recht eine Kommunikation auf Augenhöhe erwarten, die Arbeitsergebnisse und das gute Betriebsklima sprechen dann für sich.
Auch eine gute Teamarbeit ist ein sicherer Faktor für konstruktives Miteinander. Teamfähigkeit ist deshalb eine der wichtigsten sozialen Kompetenzen. Um Aufgaben gemeinschaftlich lösen zu können, sind Hierarchien selten produktiv. Sie benötigen die Fähigkeit, mit Einfühlungsvermögen das Team zu leiten.
Nur wenn alle die Fähigkeit zur konstruktiven Kommunikation beherrschen, können Projektziele erreicht werden. Dazu gehört auch die Kompetenz, zwischen Sachebene und persönlicher Ebenen unterscheiden zu können. Nichts ist hemmender, als Fachdiskussionen aufgrund von persönlichen Unverträglichkeiten nicht zu Ende zu bringen.

Soziale Kompetenzen bei Teamarbeit im BerufDas setzt wiederum bei Ihnen auch persönliche Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen und Kritikfähigkeit voraus.
Als Führungskraft ist es für Sie besonders wichtig, das Potenzial Ihrer Mitarbeiter immer im Auge zu behalten. Denn nichts wirkt sich positiver auf die Motivation aus, wen Chef oder Chefin deren Kenntnisse oder Meinungen erkennen und respektieren. Umgekehrt ist es aber ebenso wichtig, konstruktive Kritik zuzulassen und vom vermeintlichen Recht auf die absolute Wahrheit Abstand zu nehmen.
Auf eine ganz andere Ebene sind soziale Kompetenzen ein extrem wichtiger Faktor. Im direkten Kundenkontakt entscheidet wie in keinem anderen Unternehmensbereich die persönliche Sympathie über Erfolg oder Misserfolg. Das gilt im Dienstleistungsbereich, Einzelhandel oder im beratungsintensiven Investitionsgüterbereich.
Wenn Sie beispielsweise als Architekt tätig sind, benötigen Sie ausgeprägte soziale Kompetenzen, um mit Kunden Projekte zu entwickeln. Hier geht es um höchst individuelle Produkte, die nur gemeinsam erfolgreich realisiert werden können.

Sie können also im Beruf nur davon profitieren, wenn Sie Ihre sozialen Kompetenzen zielgerichtet einsetzen. In einigen Branchen und Tätigkeitsfeldern hängt der berufliche Erfolg bereits zu 40% von den hier beschriebenen Fähigkeiten ab.