Wie Sozialverhalten die Gesundheit beeinflusst

Was versteht man eigentlich unter einem „Sozialverhalten?“

Seit jeher diskutieren Forscher darüber, inwieweit sich die Bezeichnung „Soziales Zusammenleben“ eigentlich definieren lässt. Schließlich steht der Mensch als Spezies nur ganz oben an der Nahrungskette, weil er stets mit seinen Artgenossen zu kommunizieren wusste. Unter Sozialverhalten allgemein versteht man, der Definition nach, erst einmal die Interaktion mit anderen Menschen. Diese kann von Ihnen verbal, schriftlich, per Mimik oder per Gestik erfolgen. Es gibt diverse Soziale Variablen, die hier beispielsweise eine Rolle spielen: Die Sozialisation, die Bildung von Gruppen oder die Paarungsstrategien seien hier als Beispiel zu nennen. Jedes Individuum verfügt allerdings über einen unterschiedlichen Charakter und somit auch über eine andere Ausprägung des Sozialverhaltens – sicher haben auch Sie bereits damit Erfahrungen gemacht.
Die Leitfrage, die sich im Folgenden gestellt wird: Wie beeinflusst das Sozialverhalten unsere Gesundheit? Welche Faktoren gibt es, wie stark ist der Einfluss? Die Antwort darauf lautet wie folgt:

Das Sozialverhalten und die eigene Gesundheit: Ein Zusammenspiel

Einsamkeit Sozialverhalten und GesundheitDass ein Zusammenspiel zwischen diesen beiden Faktoren existiert, haben Forscher längst an Studien mit Affen nachgewiesen. Unlängst haben Wissenschaftler aus diversen herausfinden können, dass Individuen, welche sozial integriert sind, einerseits länger leben, andererseits aber auch weniger anfällig gegenüber diversen Krankheitserregern sind. Bei Individuen, welche vergleichsweise sozial isoliert sind, wurde das Gegenteil nachgewiesen. Diese Studie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde im Jahre 2014 durchgeführt. Das Ergebnis ist klar: Es gibt defintiv ein Zusammenspiel zwischen Sozialen Variablen und der eigenen Gesundheit. Welche physiologischen und psychischen Mechanismen sich diesbezüglich genau abspielten, so sagte man damals, sei aber bis dato noch unerforscht.
Fest steht auch, dass insbesondere Kinder dazu neigen, bei sozialem Stress körperliche Anfälligkeiten zu entwickeln. Womöglich haben Sie schon einmal in Ihrem Umfeld ein ähnliches Beispiel vernommen: Ein Kind, welches in der Schule gemobbt wird, neigt eher dazu, Magenschmerzen, Essstörungen oder andere Krankheiten zu entwickeln. Ferner wirken Kinder, welche in größeren Gruppen aufgezogen wurden, fitter und weniger krankheitsanfälliger. Da die psychische Gesundheit des Menschen eng mit der physischen verknüpft ist, kann man weiterhin davon ausgehen, dass auch dies im Sozialen Zusammensein eine wichtige Rolle spielt.
Ferner ist davon auszugehen, dass man immer wieder neue DInge dazu lernt, wenn man viel Zeit mit anderen Menschen verbringt. Sei es, eine neue Sportart kennenzulernen oder eine neue Sprache: Man lernt stetig dazu, wenn man sich in vielen verschiedenen sozialen Systemen bewegt. Und Lernen ist ein wichtiges Grundelement des Lebens. Durch den Prozess des Lernens bilden sich, egal, in welchem Alter man ist, Synapsen aus, das Gehirn wächst im wahrsten Sinn des Wortes. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die allgemeine gesundheitliche Verfassung aus.
Ebenso ist davon auszugehen, dass die soziale Rolle, die man beispielsweise im Beruf annimmt, auch eine Rolle spielt. Fühlt man sich etwa im Beruf Tag für Tag mental unterdrückt, so ist das Risiko höher, chronische Krankheiten zu entwickeln. Dies kann ebenfalls mit zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt werden.

Fazit

Was man vorab schon geahnt hat, hat sich bestätigt: Viele Studienergebnisse deuten darauf hin, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen einem kontaktfreudigen, „positiven“ Sozialverhalten und einem isolierten, „negativen“ Sozialverhalten gibt. Jedoch sind viele Forschungsansätze bislang noch unerklärt, welche psychologischen, evolutionären oder soziologischen Details hier eine Rolle spielen, ist nicht unbedingt geklärt und wird weiterhin erforscht.

Soziale Kompetenz im Beruf

Soziale Kompetenzen im BerufBeruflicher Erfolg setzt sich aus vielen Komponenten zusammen. Egal, ob Sie Berufsanfänger sind oder nach mehreren Jahren Tätigkeit einen Wechsel anstreben, zählt auf jeden Fall die fachliche Kompetenz zu den wichtigsten Faktoren. In zunehmendem Maße sind jedoch auch soziale Kompetenzen in vielen Positionen notwendig. Projektarbeit, bei der in einem festgesetzten zeitlichen Rahmen im Team Aufgaben gelöst werden müssen, setzt bei den Mitarbeitern Eigenschaften voraus, die für die erfolgreiche Zusammenarbeit wichtig sind. Auch Führungsaufgaben jeglicher Art setzen diese überfachlichen Qualifikationen voraus. Dies gilt auch dann, wenn Sie im direkten Kundenkontakt arbeiten. Dort ist neben der fachlichen Beratung auch der persönliche Umgang oft der entscheidende Faktor.

Anforderungen jenseits des Fachwissens

Teamgeist im BerufUnabhängig von Branchen oder Positionen gibt es einen allgemein verbindlichen Kanon von persönlichen Eigenschaften, die für eine hohe soziale Kompetenz sprechen. Die fünf wichtigsten sind Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit, Konfliktmanagement und Einfühlungsvermögen.
Unabhängig davon, ob Sie im Team arbeiten oder eine Führungsposition besetzen, ist Kommunikationsfähigkeit sicher eine der wichtigsten Eigenschaften. Einseitiges monologisieren und Befehle zu erteilen zeugt nicht nur von schlechtem Führungsstil sondern ist auf lange Sicht auch nicht erfolgsversprechend. Ihre Mitarbeiter können mit gutem Recht eine Kommunikation auf Augenhöhe erwarten, die Arbeitsergebnisse und das gute Betriebsklima sprechen dann für sich.
Auch eine gute Teamarbeit ist ein sicherer Faktor für konstruktives Miteinander. Teamfähigkeit ist deshalb eine der wichtigsten sozialen Kompetenzen. Um Aufgaben gemeinschaftlich lösen zu können, sind Hierarchien selten produktiv. Sie benötigen die Fähigkeit, mit Einfühlungsvermögen das Team zu leiten.
Nur wenn alle die Fähigkeit zur konstruktiven Kommunikation beherrschen, können Projektziele erreicht werden. Dazu gehört auch die Kompetenz, zwischen Sachebene und persönlicher Ebenen unterscheiden zu können. Nichts ist hemmender, als Fachdiskussionen aufgrund von persönlichen Unverträglichkeiten nicht zu Ende zu bringen.

Soziale Kompetenzen bei Teamarbeit im BerufDas setzt wiederum bei Ihnen auch persönliche Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen und Kritikfähigkeit voraus.
Als Führungskraft ist es für Sie besonders wichtig, das Potenzial Ihrer Mitarbeiter immer im Auge zu behalten. Denn nichts wirkt sich positiver auf die Motivation aus, wen Chef oder Chefin deren Kenntnisse oder Meinungen erkennen und respektieren. Umgekehrt ist es aber ebenso wichtig, konstruktive Kritik zuzulassen und vom vermeintlichen Recht auf die absolute Wahrheit Abstand zu nehmen.
Auf eine ganz andere Ebene sind soziale Kompetenzen ein extrem wichtiger Faktor. Im direkten Kundenkontakt entscheidet wie in keinem anderen Unternehmensbereich die persönliche Sympathie über Erfolg oder Misserfolg. Das gilt im Dienstleistungsbereich, Einzelhandel oder im beratungsintensiven Investitionsgüterbereich.
Wenn Sie beispielsweise als Architekt tätig sind, benötigen Sie ausgeprägte soziale Kompetenzen, um mit Kunden Projekte zu entwickeln. Hier geht es um höchst individuelle Produkte, die nur gemeinsam erfolgreich realisiert werden können.

Sie können also im Beruf nur davon profitieren, wenn Sie Ihre sozialen Kompetenzen zielgerichtet einsetzen. In einigen Branchen und Tätigkeitsfeldern hängt der berufliche Erfolg bereits zu 40% von den hier beschriebenen Fähigkeiten ab.

Sozialverhalten bei Kindern

Das Sozialverhalten ist in der Gesellschaft ein wichtiger Faktor im Umgang mit anderen Menschen. Sie können das Sozialverhalten fordern und fördern. Unter dem Sozialverhalten können Sie Umgangsformen verstehen, die im direkten Kontakt mit Mitmenschen stehen. So beispielsweise das Konfliktverhalten, die Kommunikation mit anderen Menschen oder die Reaktionen in alltäglichen Situation. Die Mimik und Gestik sind die entscheidenden Faktoren, wenn es um das Sozialverhalten geht. Aufgrund vieler Gesichtspunkte kann so das Sozialverhalten eines Einzelnen bewertet und begutachtet werden.

Eltern formen Ihre Kinder

Lachendes, glückliches KindKinder haben bereits ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie als Elternteil formen Ihre Kindern allerdings in dieser Hinsicht. Wie oft hören Sie in Ihrem Umfeld nicht den Satz, dass jemand „nicht so erzogen“ wurde, wenn es um soziale Kompetenzen geht. Und genau hier erkennen Sie die Wichtigkeit der frühen pädagogischen Förderung Ihres Kindes, wenn es um die verschiedenen Faktoren des Sozialverhaltens und der sozialen Kompetenzen geht. Kinder nehmen früh Ihr Sozialverhalten an, das erkennen Sie vor allem dann, wenn Ihr Kind unter gleichaltrigen Mitmenschen ist. In Spielformen beispielsweise werden Sie sich oft wieder erkennen. Die Prägung des Sozialverhaltens beginnt somit spätestens ab dem ersten Tag unter Gleichgesinnten.

Die Entwicklung des Sozialverhaltens können Sie beeinflussen. Zwar steckt vieles auch in denen Genen Ihres Kindes, doch Sie haben die Zügel mit der Erziehung selbst in der Hand. Die Entwicklung der sozialen Kompetenzen entnehmen Ihre Kinder aus Ihrem direkten Umfeld. Ob dies die Zeit daheim ist oder der Umgang im Kindergarten oder in der Schule, je nachdem welchen Alters lassen sich Ihre Kinder von Ihrem direkten Umfeld beeinflussen – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Sozialverhalten bereits im frühen Alter wichtig

Sozialverhalten bei KindernDas normale Sozialverhalten übt sich früh. Im Kindergartenalter lernen Ihre Kinder nicht nur das Leben nebeneinander, sondern vor allem das Miteinander. Sie werden beginnen, mit anderen Kinder kooperativ zu agieren und miteinander zu spielen. In der Zeit davor sind Kinder eher auf sich selbst oder auf die Eltern fixiert. Die Entwicklung der sozialen Kompetenzen beginnt also erst mit der Eingliederung in den Kindergarten, weshalb die pädagogischen Fähigkeiten der Kindergärtner und Kindergärtnerinnen eine sehr große und wichtige Rolle spielen. Sie bestimmen die Entwicklung Ihrer Kinder in diesem Sinne deutlich mit. Sollten Sie Störungen in der Entwicklung Ihres Kindes bezüglich des Sozialverhaltens wahrnehmen, dann sollten Sie dies schnellstmöglich mit einem Pädagogen besprechen und entsprechende Schritte einleiten. Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, Ihr Kind auch im Sinne des Sozialverhaltens zu fördern.

Das Sozialverhalten bei Kindern spielt demnach schon eine sehr große Rolle. Im frühen Alter werden die Grundsteine der sozialen Kompetenzen gelegt, weshalb Sie darauf achten sollten, Ihr Kind auf die richtige Art und Weise zu erziehen und vorzubereiten. Welche sozialen Kompetenzen Ihr Kind mitbringt und ob die Entwicklung im Normalbereich liegt werden Sie spätestens mit der Eingliederung in den Kindergarten erkennen.

Der Zusammenhang zwischen sozialer Kompetenz und Gesundheit

Was ist soziale Kompetenz eigentlich?

Soziale Kompetenz und GesundheitSoziale Kompetenz umfasst die Fähigkeiten und Einstellungen, die ein Mensch nutzt bzw. hat, um sozial zu agieren und kommunizieren. Das bedeutet, dass das eigene Werte, Verständnisse und Handlungen sind, die man gegenüber einer Gruppe oder generell im sozialen Umfeld aufweist.

Der Begriff der Gesundheit wird häufig gebraucht und eigentlich auch von jedem verstanden. Eine kurze Erklärung lautet, dass die Gesundheit der Zustand ist, in dem sich Körper und Geist befinden. Sie hängt also davon ab, ob beispielsweise Organe und Psyche intakt sind oder nicht.

Wie erlernt man soziale Kompetenz?

Die soziale Kompetenz ist einem Menschen nicht angeboren und muss von Kind auf gelehrt/erlernt werden. Hierbei spielt die Persönlichkeitsentwicklung eine sehr große Rolle und ist somit das Fundament.

Soziale Kompetenz erlernenDurch das Erlernen der Interaktion in der Familie, in der Schule und unter Freuden kann sich diese wichtige Kompetenz anfangen auszubilden. Es ist sozusagen ein Prozess, den man kaum bewusst wahrnimmt, und der mehr oder weniger automatisch während sozialer Interaktion im Hintergrund abläuft.

Vor allem im Kindergarten und in der Schule werden Kinder darauf vorbereitet, ein Teil der Gesellschaft zu werden, indem sie Normen und Werte kennenlernen und internalisieren.

Kategorisierung der sozialen Kompetenz

Die soziale Kompetenz umfasst verschiedene Oberbegriffe, denen die erlernten Fähigkeiten und Einstellungen untergeordnet werden können.

Man erlernt diese wichtige Kompetenz sogar im Umgang mit sich selbst, wie zum Beispiel das Selbstwertgefühl oder die Eigenverantwortung.

Kooperation oder Teamfähigkeit sind Kompetenzen, die in der Zusammenarbeit von Bedeutung sind. Im Umgang mit anderen erlernt man Empathie, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Respekt und vieles mehr.

Auch die Menschenführung ist ein Oberbegriff, der Verantwortung, Anpassungsfähigkeit und Ähnliches beinhaltet.

Zusammenhang zwischen sozialer Kompetenz und Gesundheit

Die sozialen Kompetenzen hängen mit dem Wohlergehen zusammen. Das heißt, dass die Persönlichkeitsentwicklung eine Auswirkung auf das eigene physische und psychische Wohlbefinden hat.

Eine wichtige Aufgabe besteht also im Aufbau der sozialen Kompetenz, um letztlich auch die psychosoziale Gesundheit zu fördern.

Gesunde ErnährungDes Öfteren hört man zum Beispiel von Kindern, die sich in einer Klasse nicht integrieren können und zu Einzelgängern werden. Sie haben oftmals nicht erlernt, inwiefern man sich mit anderen Kindern austauscht und mit ihnen umgeht. Für einen Einzelgänger oder im schlimmsten Fall ein Kind, das gemobbt wird, hat dies enorme Auswirkungen auf das psychische Ergehen. Man fühlt sich nicht wohl, ist traurig und zieht sich zurück. Diese psychischen Prozesse können dann auch dem physischen Wohlbefinden schaden. Häufig haben die Kinder dann ein Gefühl von Übelkeit oder Magenschmerzen, wenn sie an die Schule denken.

Dies ist natürlich auch im Erwachsenenalter vertreten. Wenn man im Job nicht mit seinen Kollegen oder dem Chef klarkommt, oder man generell im eigenen sozialen Umfeld nicht zufrieden ist.

Aber auch die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Soziale Kompetenz. Ungesunde Ernährung führt zu psychischen Problemen, die sich auch in der fehlenden Lust auf das Erlernen von Sprachen, sozialen Kompetenzen und Motorik widerspiegeln. Im Sinne einer konsequent gesunden Ernährung empfiehlt es sich, den ein oder anderen Küchenhelfer anzuschaffen.

So können wertvolle Inhaltsstoffe selbst im hektischen Berufsalltag problemlos zugeführt werden. Ein Geheimtipp unsererseits stellt hierbei der Entsafter dar, mit dem morgens vitalstoffreiche Säfte erzeugt werden können. Diese Obst- und Gemüsesäfte können dann reibungslos über den Tag verteilt verzehrt werden. Man sollte nur nicht den Fehler begehen, überaus teure oder billige Geräte zu kaufen, die dann doch nicht überzeugen. Deshalb ist es sinnvoll, sich im Vorhinein einen ausführlichen Entsafter Test zu Gemüte zu führen.

Gesunde LebensmittelEs können aufgrund von ungesunder Nahrung Depressionen oder Ängste entstehen, die sich schließlich auch auf diese Kompetenzen auswirken. Man lernt sich einen Platz in der Gesellschaft zu suchen, jedoch verläuft diese Suche mit Ängsten oder einem depressiven Verhalten vollkommen anders, als man es kennt. Hier leiden vor allem das Selbstbewusstsein und die Wertschätzung, die ebenfalls wichtige Faktoren der sozialen Kompetenz repräsentieren.

Fazit

Das Erlernen sozialer Kompetenzen ist also mehr als wichtig, da es letztlich das gesamte Leben beeinflussen wird, bzw. diese erlernten Fähigkeiten stets unbewusst im Alltag zur Anwendung kommen.

Mithilfe eines angemessenen Trainings werden nicht nur Verhaltensprobleme reduziert, sondern es führt auch zu einem physischen und psychischen Wohlbefinden.

Ungesunde Ernährung und familiäre Probleme oder auch Vorfälle in der Kindheit können diese Kompetenz deutlich mindern, was sich langfristig auch immer offenbaren wird.

Trainingsmethoden zur Steigerung sozialer Kompetenz

Psychologische Methoden für ein besseres soziales Miteinander

Unter dem Begriff Soziale Kompetenz Training werden verschiedene Verfahrensweisen aus der Verhaltenstherapie zusammengefasst, die Menschen dabei helfen sollen, ihre zwischenmenschlichen Verhaltensweisen zu verbessern. In den letzten Jahren wird immer mehr davon gesprochen, wie wichtig funktionierende soziale Beziehungen für die Gesundheit des Menschen sind. Das Soziale Kompetenz Training ist vor allem für psychiatrische Patienten, Strafgefangene oder unsichere Menschen konzipiert, kann aber auch in der Organisationspsychologie zur Erhöhung der Teamfähigkeit oder der Soft Skills Anwendung finden. Es findet vor allem in der sozialen Gruppenarbeit und in der sozialen Arbeit statt.

Soziale Kompetenz Training

Für Defizite in der sozialen Kompetenz gibt es Ursachen, die situationsbezogen sind und solche, die sich aus der bisherigen Lebenserfahrung ergeben haben. Situationsbezogene Ursachen können zum Beispiel sein, wenn jemand in ganz bestimmten Situationen überfordert ist, das Erlebte nicht verarbeiten und dann nicht reagieren kann (aufgrund eventueller kognitiver Störungen oder aufgrund von Emotionen) oder wenn eine Person ungünstige Verhaltensweisen erlernt hat und sich daraus ungünstige Konsequenzen ergeben. Aus der Lebenserfahrung können Menschen ungünstige Voraussetzungen mitbringen, aufgrund von sozialer Überforderung, die aus dem Umfeld kommen oder auch an einem selbst liegen kann oder beides, fehlender Übung in einem oder mehreren Verhalten, schlechte Gewohnheiten, erworbene Ängste oder falsch erworbene Überzeugungen.

GruppentrainingIm Jahr 1949 legte Andrew Salter den Grundstein für das Soziale Kompetenz Training, indem er die ersten Methoden zum Abbau von sozialer Angst und dem Aufbau von mehr Selbstsicherheit entwickelte. Das Konzept besteht im wesentlichen aus festgelegten Verhaltensregeln, dem Äußern und der Darstellung von Emotionen, Aktion und Reaktion bei zwischenmenschlichen Differenzen, der Verwendung des Wortes „Ich“, der Annahme und der Äußerung von gegenseitigem Lob und Eigenlob, der Anerkennung der eigenen Leistungen und der Spontanität, Flexibilität und Improvisation des Handelns.

Beispiele für standardisierte Trainingsmethoden

Personal Effectiveness Training nach Liberman (PET)

Im Jahr 1975 von Robert P. Liberman entwickelt, verfolgt das Personal Effectiveness Training das Ziel der Verbesserung von verbaler und non-verbaler Kommunikation und den Aufbau von Selbstsicherheit und Durchsetzungsstärke. Das Training findet in therapeutischem Gruppentraining statt.

Selbstsicherheitstraining nach Ullrich & Ullrich de Muynck (ATP)

In Rollenspielen zu verschiedenen sozialen Situationen werden Verhaltensweisen geübt und anschließend in der Realität umgesetzt. Die wichtigsten Kompetenzen, die im ATP berücksichtigt werden, sind das Stellen von Forderungen, das nein sagen und das Kritisieren, das Herstellen von Kontakten, das Erlauben von Fehlern und die Nicht-Beachtung der öffentlichen Meinung.

Gruppentraining Sozialer Kompetenzen (GSK) nach Hinsch & Pfingsten

Training sozialer KompetenzDas GSK ist ein flexibles Programm, das an verschieden Gruppen von Menschen angepasst werden kann. Es baut sich auf kognitive, emotionale und motorische Verhaltensweisen und deren Anwendungsmöglichkeiten und Konsequenzen auf. Es geht vor allem um Dinge wie, sein Recht durchzusetzen, mit Gefühlen und Bedürfnissen in Beziehungen umzugehen, auf andere sympathisch zu wirken und dies für sich zu nutzen.

Was die Wirksamkeit des Soziale Kompetenz Training betrifft, so haben Studien ergeben, dass es sich auf die Hauptsymptome psychiatrischer Patienten wie zum Beispiel Depressionen oder Psychosen positiv auswirkt und somit ihre Gesundheit fördert. Es wird vermutet, dass es eine große Zahl an verschiedenen Trainingsmethoden mit unterschiedlichen Ansätzen gibt, da bisher nicht genau nachweisbar war, welche Methoden am besten wirken. Die Überprüfung der Ergebnisse des Soziale Kompetenz Training kann zum Beispiel durch Fragebögen und deren Auswertung vor und nach dem Training stattfinden.

Über die soziale Kompetenz…

Die soziale Kompetenz

Soziale Verbindungen zwischen IndividuenDurch eigene Profile auf sozialen Medienplattformen im Internet stellen wir bereits soziale Kompetenz dar. Kommunizieren mit den Menschen auf diesen Plattformen, heißt verstehen. In dieser verbalen Interaktion stellen wir bereits eine soziale Kompetenz her. Soziale Kompetenz wird im Laufe der Entwicklung unseres Lebens von unserem Umfeld der Eltern, Verwandten, Bekannten, Freunde auch von fremden Menschen, usw. geformt. So formt uns das persönliche, berufliche und informative Umfeld stetig in unserer Entwicklung. Der eine vermag sich ganz und gar als Einzelgänger betrachten, besitzt aber dennoch soziale Kompetenz.

Auch Einzelgänger verfügen über kompetentes Sozialempfinden

Ein Beispiel: Der Einzelgänger steht neben einer älteren Dame, die gerade Ihre Brille versehentlich fallen lässt. In der Reflexion des Einzelgängers bückt der Einzelgänger sich um die Brille der älteren Damen aufzunehmen um ihr diese wieder zu geben. Mit der Einzelgänger, ist natürlich auch die Einzelgängerin gemeint. Tat der Einzelgänger dies nun aus Höflichkeit? Was hat soziale Kompetenz hier bewirkt? Neugeborene haben bereits, wenn sie auf die Welt kommen soziale Kompetenz. Der natürliche Reflex bei einem Säugling ist das Greifen und saugen. Mimik und Gestik sind dabei für einen Säugling ein überlebenswichtiger und angeboren vermittelnder Ausdruck, damit die Mutter in erster Linie ihr Kind umsorgt, und es nicht vernachlässigt.

Einzelgänger

Zu einem sozialen Verhalten gehört die freundliche auch höfliche Form mit seinem Gegenüber zu interagieren. Der Einzelgänger lebt sein Leben zwar lieber für sich alleine, jedoch hat jeder Mensch ein angeborenes Bedürfnis zur Menschlichkeit, selbst wenn er in Groll versinken sollte, ist es ein imaginäres Bedürfnis eines jeden Menschen. Sonst wären wir Maschinen und Avatars! Die eigene Persönlichkeit entwickelt sich im Laufe des älter Werdens, und wird stets geformt durch das was wir wahrnehmen und durch die Menschen mit denen wir uns umgeben.

Werte

Gestärkt in der eigenen sozialen Haltung sind wir durch unsere Persönlichkeit. In einem Selbst-Wert Gefühl steckt schon das Wörtchen: Wert! Der Mensch legt wert auf ein soziales Umfeld! Der Mensch legt Wert auf gute Kontakte! Das bin ich mir auch selbst-Wert! Ein soziales Gefüge entsteht im Miteinander einer Gesellschaft. Aber auch der Einzelgänger verbirgt ein soziales Gefühl, nämlich die Empfindung von fühlen, weinen, lachen, mit anderen sprechen, auch wenn es nur beim Bäcker sein mag um ein paar Brötchen zu kaufen. Ich bin sozial kompetent, ich vermag mich auszudrücken und zu verstehen was mein Gegenüber mir mitteilt! Ich empfinde und bin Mensch! Kompetent das Mitgefühl eines anderen Menschen wahrzunehmen, sozial, weil ich mitfühle!

Sozialverhalten im Beruf

Soziale Kompetenz im BerufIm beruflichen Bereich bewegt sich der Mensch meist in seinem Verhalten in Bezug auf Nähe distanzierter. So wird dennoch, je nach Berufssparte, unterschieden zwischen persönlich-beruflich, oder rein beruflich. Das ist nur mein Kollege, mit dem arbeite ich auch nur zusammen. Soft Skills sind Arbeitgebern wichtig in einer Bewerbung, selbst in einem persönlichen Vorstellungsgespräch vermag man diese zu betonen, und betreffen den zwischenmenschlichen Bereich, der Beschreibt, ob ich fähig bin sozial mit meinen Kollegen umzugehen, bin ich Teamfähig, kann ich mich mit einbringen, auf andere zuzugehen, kommunizieren, bin ich respektvoll im Umgang mit meinen Kollegen, meinen Vorgesetzten, kann ich auf Menschen zugehen? Sozialverhalten ist im beruflichen Bereich wichtig, jedoch von den persönlichen und zwischenmenschlichen Beziehungen zu unterscheiden. In der eigenen Persönlichkeit liegt die positive Übermittlung der sozialen Interaktion mit dem Menschen.