Vom Kinderzimmer zum Jugendzimmer – wenn Bärchen und Co. Fußballpostern weichen

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Brent Jenkins
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Rückblickend vergeht die Zeit wie im Flug. Gestern noch waren sie klein und verspielt und plötzlich werden aus Kleinkindern Leute. Für Eltern ein Prozess, der zwar nicht von heute auf morgen einsetzt, aber dennoch hin und wieder etwas wehmütig macht. Denn jetzt sind die Tage gezählt, in denen man auf Legosteine tritt, die Teddyfamilie ebenfalls zu Bett bringt oder die Abenteuer von Peter Pan zum gefühlt hundertsten Mal vorliest.

Aber jeder neuer Lebensabschnitt birgt seine Besonderheiten in sich. Wir gehen heute einmal auf die Verwandlung vom Kinderzimmer zum Jugendzimmer ein. Dabei geht es nicht mehr nur darum, die Bärchentapete zu entfernen, sondern dem Teenager einen Raum zu schaffen, in dem er sich frei entfalten und sich vor allem geborgen und wohlfühlt.

Gemeinsam ist das A und O

Generell sollten Kinder bei der Gestaltung ihres Zimmers immer ein Mitspracherecht haben. Ob die Ideen jedes Mal so umgesetzt werden können, wie es sich der Nachwuchs vorstellt, ist eine andere Sache. Kinder dürfen bei der Einrichtung ihres kleinen Reiches nicht übergangen werden und sobald aus einem Kind ein Teenager wird, liegt es ohnehin in seinem Interesse, ein ordentliches Wort mitzureden.

Sind an den Wänden wirklich noch Tapeten oder Poster aus Kleinkindertagen, müssen diese als Erstes verschwinden. Haben Sie die Wände gestrichen und es besteht der Wunsch nach Veränderung, besprechen Sie gemeinsam, was möglich ist, und welcher Kompromiss bei extrem krassen Farbwünschen – wie zum Beispiel schwarz – gefunden werden kann. Ganz nebenbei und fast unbewusst fördern Sie so soziale Kompetenzen.

Übergeben Sie dann die Aufgaben in die Verantwortung Ihres Kindes. Es kann nicht wirklich viel falsch machen, wenn es eine Wand selbst streichen muss. Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist für das spätere Leben ohnehin viel wichtiger.

Was die Wahl der Möbel betrifft, so gibt es heute wirklich eine wahnsinnig große Auswahl. Hier kommt es jedoch darauf an, in welchem Umfang neue Möbel gewünscht werden. In der Regel stehen schon ein großes Bett und ein Kleiderschrank im Zimmer. Dennoch kann es natürlich sein, dass ein umfangreiches neues Set gewünscht wird. Bei kleinem Budget können Sie alternativ auf Möbelfolien zurückgreifen. Diese sind nicht so kostenintensiv wie komplett neue Schränke, können aber älteren Möbeln zu neuem und frischem Wind verhelfen.

Privatsphäre wird immer wichtiger

Nachdem die Inneneinrichtung dem Alter entsprechend angepasst wurde, gilt es nun noch abschließend ein paar Regeln aufzustellen. Sicher steht die Privatsphäre sehr weit oben auf dem Forderungskatalog von Teenagern. Das ist nicht nur ihr gutes Recht, sondern muss von den Eltern ohne Wenn und Aber akzeptiert werden. Allerdings gilt es hier einen Rahmen abzustecken, der für beide Seiten akzeptabel ist.

Ob das Zimmer wirklich einen eigenen Schlüssel bekommt, um sich einzuschließen, liegt in Ihrem Ermessen. Viel Vertrauen schenken Sie dem Kind natürlich, wenn Sie nicht ungebeten in das Zimmer hineinplatzen. Helfen können Schilder wie „Keep out“ oder „Zutritt verboten“. Klingt im ersten Moment skurril, zeigt aber deutlich auf, dass in diesem Moment das Kind nicht gestört werden möchte.

Verantwortung übergeben – das Einbeziehen einiger Aufgaben

Natürlich sind kleine Haushaltspflichten nicht von der Hand zu weisen. Doch dabei sollten Sie es nicht belassen. Beziehen Sie Ihren Nachwuchs bei einigen alltäglichen Dingen viel intensiver mit ein. Sie selbst wissen beispielsweise, wie wichtig es ist, einen Dienstleister in Notsituationen zu kontaktieren. Nehmen Sie Ihren Nachwuchs zur Seite und zeigen Sie ihm beispielsweise, sich über den Schlüsseldienst zu informieren. Für das spätere Leben ist es hilfreich zu wissen, worauf zu achten ist, um an einen seriösen Dienstleister zu kommen. Vor allem in der Branche der Schlüsseldienste lauern leider nach wie vor viel zu viele schwarze Schafe.

Fazit

Das Umgestalten von einem Kinderzimmer zu einem Jugendzimmer ist weit mehr, als nur frische Farben an den Wänden und neue Möbel. Kinder lernen in diesem Atemzug auch mehr Verantwortung zu übernehmen und werden vermehrt in Aufgaben einbezogen, die im späteren Leben von Bedeutung sind.